Erfolgsstrategien für DJs

Definitorische Grundlagen 12 seiner Person durch die Disco-Besucher möglich. Dies wirkt zusammen mit den im Raum ver- streut angebrachten Lautsprecherboxen, sodass von ihm eine Omnipräsenz ausgeht. Darüber beeinflusst er als Orientierungsperson das Kommunikations- und Bewegungsverhalten der Be- sucher. Der DJ regt somit die Gefühle der Club-Besucher an. Er hat eine dirigistische Funk- tion. 70 „Zu einem gelungenen Club-Abend gehört auch die massenhafte Tanzbegeisterung der Masse, die sowohl für den DJ als auch für dieMenge ein Gütekriterium des Abends darstellt.“ 71 Auf diese Weise prägt der DJ jede einzelne Veranstaltung sowie auch den Stil der Disco. 72 Grundsätzlich wird – wie Kapitel 1.1 bereits andeutete – zwischen einem überregionalen und lokalen Tätigkeitsbereich von DJs unterschieden. 73 Während ersteres sich auf häufig global be- kannte DJ-Stars wie z. B. David Guetta und damit dem Mainstream bezieht, berücksichtigen lokale DJs beim Auflegen regional bedingte kulturelle und soziodemografische Einflüsse. 74 Sie legen nur in wenigen Clubs und auf elektronischen Veranstaltungen auf, die sich oft in ihrer Wohnnähe befinden. Sie prägen damit die Szene in ihrem lokalen Umfeld. Aus diesem wieder- rum entsteht – wi e Abbildung 2 z eigt – die internationale elektronische Musikszene. 75 Abbildung 2: Lokale DJs als Bestandteil der internationalen elektronischen Musikszene 70 Vgl. Rietveld (2013), S. 94; Rietveld (2011), S. 9; Janson (2010), S. 17; Schilling (1986), S. 100 f. 71 Müller-Bachmann (2002), S. 136. 72 Vgl. Poschardt (2015), S. 379; Rapp (2014) S. 24; Montano (2010), S. 415; Franz et al. (1980), S. 135. Malchau (1991), S. 2 führt hierzu an: „Der DJ als Stimmungsmacher hat Macht und genießt seinen hohen Status.“ 73 Vgl. Montano (2013), S. 118; Montano (2010), S. 415; Montano (2009), S. 82. 74 Vgl. Robb (2002), S. 133. 75 Vgl. Montano (2009), S. 83. Lokale DJs

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